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Fußball-Europa steht Kopf – Machtwechsel an der Spitze?

Borussia Dortmund und Bayern München machten in diesem Jahr also das bisher einmalige, rein deutsche Finale in der Champions-League unter sich aus. Für Dortmund wurde es in Madrid nochmal knapp, Bayern dagegen blieb souverän und schlug Barcelona auch im Rückspiel klar mit drei Toren im Camp Nou.

Diese Saison ist also schon vorher klar, in welches Land die Trophäe vergeben wird, aber bedeutet dies auch gleich einen Machtwechsel auf Dauer? Bricht eine neue Ära im europäischen Vereinsfußball an, eine deutsche Vorherrschaft? Und wirkt sich dieser Umschwung auch auf die bevorstehende Weltmeisterschaft aus? Dies werden in den nächsten Jahren sicherlich die Fragen sein, mit denen es sich zu beschäftigen gilt.

Das Wembley Stadion – Kathedrale des englischen Fußballs. Hier entscheidet sich am 25. Mai, welcher deutsche Verein sich die europäische Fußballkrone aufsetzen darf.

Einerseits hat Bayern mit drei Finalteilnahmen in den letzten vier Jahren schon sehr deutlich gemacht, dass sie so weit sind, sich international in der Spitze zu etablieren, auch für die nächsten Jahre erscheint dies absolut realistisch. Aus Richtung England kam in den vergangenen Jahren, mit Ausnahme von Chelsea im letzen Jahr, recht wenig. Andererseits haben die spanischen Clubs, vor allem natürlich Barcelona, den europäischen Fußball schon sehr deutlich dominiert, weshalb sie sich garantiert nicht so einfach verdrängen lassen werden.

Bevor man aber voreilige Schlüsse aus der aktuellen Situation zieht, sollte man auch die andere Seite betrachten. Vor 5 Jahren nämlich gab es eine ähnliche Situation mit einem rein englischen Finale und wie wir wissen, wirkte sich dies auch nicht nachhaltig aus. Im Gegenteil. Außerdem ist es eher unwahrscheinlich, dass der BVB auch in den nächsten Jahren in Europa so erfolgreich spielen wird, da sie in dieser Saison durch die Dominanz Münchens den Fokus klar auf den europäischen Wettbewerb richten konnten, wodurch sie unter anderem auch so weit gelangen konnten. In den vergangenen Meister-Jahren haben diese dort nämlich eher schlecht abgeschnitten.

Kann der positive Trend im Vereinsfußball auch der deutschen Nationalmannschaft in Brasilien nützen? Ohne Zweifel stehen Jogi Löw eine Vielzahl an Spielern mit Weltklasseformat zur Verfügung. Ähnlich wie die spanische Nationalelf fast ausschließlich aus Spielern von Real und Barca besteht, werden die meisten deutschen Nationalspieler bei der WM 2014 aus den Reihen von Bayern München und Borussia Dortmund kommen. Starke Vereinsmannschaften bilden häufig die Grundlage für starke Nationalmannschaften. Spanien ist das beste Beispiel. Wenn Löw es gelingt aus den Spielern ein funktionierendes Team zu formen, dann ist für die deutsche Elf der Titel in Brasilien möglich. Auf jeden Fall dürfte der Druck auf den Bundestrainer nun umso größer sein, denn viele Fußballfans werden erwarten, dass die Dominanz im Vereinsfußball auch bei der WM Früchte trägt. Wie die Spieler mit diesem Erwartungsdruck umgehen, bleibt abzuwarten.

Der begehrteste Henkelpott der Welt – die UEFA Champions League Trophäe

Alles in allem ist davon auszugehen, dass es in den nächsten Jahren häufiger zu einer solchen Situation kommen wird, in der es mehrere deutsche Klubs in die Runde der letzten vier oder gar ins Finale schaffen werden. Zwar glaube ich, dass Bayern es schaffen wird, sich auf Dauer zu etablieren und den Titel auch das ein oder andere Mal holen wird, dennoch sind die anderen deutschen Mannschaften noch zu inkonstant um einen dauerhaften Machtwechsel zugunsten Deutschlands zu bewirken. Da man bezüglich dieses Themas nur spekulieren kann, muss man zunächst die weiteren Jahre abwarten und auch die nächsten Spielzeiten mit Spannung erwarten. Dies ist es schließlich was den Fußball so unberechenbar, spannend und beliebt macht.

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