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Hollywoods Goldjunge – Fakten zum Oscar

Am 26. Februar ist es wieder so weit: Der begehrteste Filmpreis der Welt, der Oscar, wird in Los Angeles zum 89. Mal verliehen. Doch diese Oscarverleihung wird eine besonderes Veranstaltung, denn es ist die erste unter Präsident Trump und Hollywoods Schauspielgrößen sind nicht gerade dafür bekannt, Fans von Donald Trump zu sein.

Gastgeber der diesjährigen Preisverleihung wird zum ersten Mal der Comedian und Moderator Jimmy Kimmel sein und wenn er eine Bühne betritt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch von Donald Trump die Rede sein wird. Ob er Witze über Trump reißen wird, ließ er aber in einem Interview mit „The Hollywood Reporter“ noch offen. „Es kommt darauf an, was die Woche so passiert. Ich schätze, bis dahin wird wieder irgendetwas Verrücktes passieren.“

Und nicht nur vom Moderator, auch von den Preisträgern droht dem Präsidenten Ungemach. Bei einer Protestkundgebung am Freitag hatten sich Hollywoodstars wie Jodie Foster und Michael J. Fox  für Pressefreiheit sowie die Rechte von Einwanderern und Minderheiten engagiert. An der Aktion „United Voices“ beteiligten sich mehr als 1500 Menschen. Foster, die sich bislang eher unpolitisch äußerte, rief während ihrer Rede: „Aber es ist jetzt alles anders. Es ist Zeit, sich zu zeigen!“

Bereits bei der Verleihung der Golden Globes hatte Meryl Streep mit einer emotionalen Rede für Aufmerksamkeit gesorgt. „Wenn die Mächtigen ihre Position benutzen, um andere zu tyrannisieren, dann verlieren wir alle“, sagte die 67-Jährige unter Tränen. „Dieser Instinkt, andere zu demütigen, wird unser aller Leben durchdringen.“ Denn ein solches Verhalten gebe anderen vermeintlich das Recht, dasselbe zu tun: „Respektlosigkeit lädt zu Respektlosigkeit ein, Gewalt animiert zu Gewalt.“ Die Reaktion von Trump ließ derweil nicht lange auf sich warten. Via Twitter gab er bekannt, er halte Streep für die am meisten überschätzte Schauspielerin Hollywoods.

Man darf also gespannt sein, wieviel politischer Protest in der kommenden Nacht in Los Angeles geäußert wird. Immerhin hat Hollywood seinen liberalen Ruf zu verteidigen, der nach den Protesten im vergangenen Jahr, in dem nur weiße Schauspielerinnen und Schauspieler für die Oscars nominiert worden waren, schon ordentliche Kratzer bekommen hat.

Und hier gibt es noch weitere spannende Fakten rund um den Oscar:

Der Oscar wird von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verliehen: Gegründet am 11. Mai 1927 auf Initiative des MGM- Bosses Louis B. Mayer. Die Academy hat 36 Gründungsmitglieder. Heute entscheiden rund 6.000 Mitglieder über den begehrten Oscar

Die erste Oscar Verleihung fand im Jahr 1929 statt. Zur damaligen Zeit hieß der Oscar allerdings noch Academy Award of Merit. Der Name Oscar war zunächst nur ein Spitzname. Die Academy Bibliothekarin und spätere Direktorin Margaret Herrick meinte nämlich, die Statue würde so aussehen wie ihr Onkel Oscar. 1939 wurde dann der Spitzname erstmals auch offiziell verwendet

Die Oscar Statue

Die Oscar Statue ist 34,29cm hoch, wiegt 3,85kg und besteht aus einem massiven Nickel-Kupfer-Silber-Körper. Dieser ist mit einer 24-karätigen Goldschicht überzogen. Der Materialwert der Statue beträgt ungefähr 300US-$. Während des Zweiten Weltkrieges wurden nur Oscars aus Gips vergeben, die nach Ende des Krieges gegen „echte“ Oscars umgetauscht wurden. Cedric Gibbons, Leiter des Art Departments bei MGM, fertigte die Entwürfe der Statue an  und der kalifornische Bildhauer George Stanley führte sie aus. Der Oscar stellt einen Ritter dar, der auf einer Filmrolle steht und sich auf ein Schwert stützt. In den Sockel der Statue werden erst nach der Verleihung die Namen des Preisträgers, die dazugehörige Oscar-Kategorie und der Titel des Films eingraviert.

Die größten Film Abräumer: Den Rekord mit elf erhaltenen Oscars teilen sich gleich drei Filme:  „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003), „Titanic“ (1997) und „Ben Hur“ (1959).

Gewinner der Big Five: Das Schweigen der Lämmer.

Gewinner der „Big Five“: Bei der Oscarverleihung gibt es fünf Hauptkategorien, die sog. „Big Five“ (Bester Film, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Bester Schauspieler, Beste Schauspielerin): Nur drei Filme konnten in der Geschichte der Oscar- Verleihungen in allen fünf Hauptkategorien gewinnen: „Es geschah in einer Nacht“ (1934), „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) und „Das Schweigen der Lämmer“ (1991).

Die größten Film Verlierer: Dieses harte Schicksal teilen sich zwei Filme: Für jeweils elf Oscars waren Steven Spielbergs „Die Farbe Lila“ (1986) und Herbert Ross‘ „Am Wendepunkt“ (1978) nominiert – beide Filme erhielten am Ende keine einzige Trophäe.

Die erfolgreichsten Schauspieler: Die US-Amerikanerin Katharine Hepburn wurde zwischen 1934 und 1982 insgesamt vier Mal als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Meryl Streep konnte bislang die meisten Nominierungen (16) für sich verbuchen. Bei den männlichen Darstellern erreichten Jack Nicholson und Walter Brennan jeweils 3 Auszeichnungen als bester Darsteller. Jack Nicholson hält mit 12 Nominierungen gleichzeitig auch den Nominierungsrekord.

Walt Disney mit seinen zahlreichen Auszeichnungen.

Die am häufigsten ausgezeichnete Person ist Walt Disney mit 26 Oscars und 37 Nominierungen.

Jüngste Gewinner: Die jüngste Gewinnerin eines Oscars war Tatum O’Neal, die 1973 im Alter von zehn Jahren und 148 Tagen einen Oscar als beste Nebendarstellerin im Film „Paper Moon“ gewann. Shirley Temple gewann zwar schon mit sechs Jahren und 310 Tagen einen Oscar – allerdings war dies nur ein Jugend- Oscar.

Älteste Gewinner: Im hohen Alter von 80 Jahren haben Jessica Tandy (Beste Hauptdarstellerin für „Miss Daisy und ihr Chauffeur“, 1990) und George Burns (Bester Nebendarsteller in „The Sunny Boys“, 1976) einen Oscar gewonnen.

Oscars geklaut! Man stelle sich vor, es ist noch eine Woche bis zur Oscar Verleihung und jemand klaut einfach alle Oscar-Statuen. Dies ist tatsächlich im Jahr 2000 geschehen. Lawrence E. Ledent klaute nur eine Woche vor der Oscar- Nacht alle 58 Statuen. Die Verleihung fand trotzdem statt, Ledent wurde drei Tage später gefasst und zu sechs Monaten Haft und 50.000$ Geldstrafe verurteilt. Gefunden wurden die Oscars im Müll eines Supermarktes.

Oscar Absagen: In über achtzig Jahren fand die Verleihung der Oscars nur drei Mal nicht am geplanten Datum statt: 1938 wegen einer Überflutung, 1968 wegen der Ermordung von Martin Luther King und 1981 nach dem Attentat auf den damaligen US- Präsidenten Ronald Reagan.

 

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