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Am LSG dahoam

Seit diesem Schuljahr unterricht Anja Nikolai die Fächer Mathe und Sport an unserer Schule. Natürlich hat auch sie sich den neugierigen Fragen unserer Redaktion gestellt. In unserem Interview verrät Frau Nikolai nicht nur, was an ihr typisch bayerisch ist, sie erzählt auch von ihrer spannenden Zeit in Afrika und zeigt uns sogar einige Fotos.

Hallo Frau Nikolai, schön, dass Sie sich für uns Zeit genommen haben. Kommentieren Sie für uns mal bitte folgenden Satz: „Lehrer haben vormittags Recht und nachmittags frei!“
Ja, wenn’s so schön wär, würde wohl jeder Lehrer sein! Man muss jedoch auch seinen Unterricht vorbereiten und Klassenarbeiten korrigieren. Aber man kann, wenn man nach Hause kommt, eine lange Pause einlegen und man hat außer vormittags eine freie Arbeitszeiteinteilung. Und Recht haben ist nie verkehrt! *lacht*

Was war ihre Motivation Lehrerin zu werden?
Ich wollte einfach schon immer gerne Leuten etwas beibringen und arbeite gerne mit jungen Leuten.

Und was motiviert Sie auch Lehrerin bleiben zu wollen?
Ja, manchmal ist das eine große Frage! Es macht ja trotz aller Anstrengungen auch großen Spaß und es ist einfach schön wenn man dann sieht, dass die Schüler etwas verstehen und lernen.

Wären Sie nicht Lehrerin geworden, welchen Beruf hätten Sie dann heute?
Keinen anderen, es war für mich schon von Anfang an klar, dass ich Lehrerin werden wollte.

Wie war ihr erster Eindruck vom LSG?
Es ist eine sehr schöne, neue Schule und eine sehr familiäre Atmosphäre, was das ganze sehr schön macht.

Warum ist Mathe das wichtigste Fach an der Schule?
Ich glaube nicht, dass Mathe das wichtigste Fach an der Schule ist, doch es ist ein Fach, das einem in vielen Bereichen begleitet.

Ergänzen Sie bitte folgenden Sätze:
Um mein Lieblingsschüler zu werden, muss man…
Sich gut benehmen!
Ein Schüler bringt mich auf die Palme, wenn…
Er mir auf die Nerven geht! *lacht*

Hand auf’s Herz: Was war das Schlimmste, was Sie als Schülerin mal angestellt haben?
Eigentlich fällt mir so nichts ein, jedoch hab auch ich wohl mal ab und zu Streiche gespielt.

Sie sind Sportlehrerin: Bevorzugen Sie Einzel- oder Teamsportarten?
Ich selber bevorzuge Teamsportarten, da ich sehr gerne Basketball spiele, unter anderem im Verein.

Kann man diese Vorliebe für’s Teamplay auch auf ihr restliches Leben anwenden?
Man muss auch als Lehrer im Team arbeiten können, aber im Endeffekt hält man seinen Unterricht natürlich allein.

Sie sind aus Bayern in den flachen Norden gezogen. Was vermissen Sie an ihrer Heimat am meisten?
Meine Familie und Freunde.

Was ist an Ihnen typisch bayerisch?
*lacht* So typisch bayerisch bin ich nicht glaube ich.

Woran machen Sie fest, dass Sie nicht typisch bayerisch sind?
Die typischen Bayern würden Bayern nicht verlassen und haben auch einen stärkeren Dialekt, wobei ich auch ein paar typisch bayerische Dinge drin habe.

Haben Sie auch ein Dirndl, essen Brezeln und feiern Oktoberfest?
Ich habe ein Dirndl, ich esse auch gern Bretzeln, aber da ich keinen Alkohol trinke, kann ich kein Oktoberfest feiern.

Waren sie denn schon mal beim Oktoberfest in München?
Ich war genau zwei Mal auf dem Oktoberfest, aber als Kind.

Empfinden Sie die Norddeutschen auch als so stur wie sie immer dargestellt werden?
Das kann ich noch nicht beurteilen, aber das glaube ich eher nicht.

Bayern ist seit Jahren Pisa Sieger. Was machen die Schulen in Bayern besser als die Schulen in Niedersachsen?
Das kann ich jetzt nicht genau sagen. Vielleicht ist ein Grund, dass es in Bayern keine Gesamtschulen gibt. Oder auch weil dort mündliche Leistungen weniger gewertet werden.

Sie haben auch mal an einer tansanischen Schule Unterricht. Wie kam es dazu?
Ich wollte gerne mal nach Afrika und habe mich dann dazu beworben.

Haben ihre Erfahrungen aus Tansania ihre Einstellungen zum Leben hier in Deutschland verändert?
Nicht wirklich, man bleibt trotzdem seine eigene Person, aber man lernt schon das, was man hier in Deutschland hat, mehr wertzuschätzen.

Würde es deutschen Schülern mal gut tun zu erfahren, wie das Leben in Tansania so läuft? Und würden sie sagen, dass die deutschen Schüler schon fast „verwöhnt“ sind?
Das ist schwer zu sagen, da an der Schule, an der ich unterrichtet habe, das britische Schulsystem herrscht. Es hängt eher davon ab, dass die Schüler hier mehr haben und dadurch leichter verwöhnt werden können, weil man das auch leichter bekommen kann. Dort vor Ort gab es viele Kinder, die sehr gerne ein Smartphone gehabt hätten, wo die Möglichkeiten jedoch fehlen.

Wir danken Ihnen für das Interview!

 

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