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Ebola- der Killer aus dem Busch

Ebola ist ein Killervirus, das vor allem die Ärmsten der Armen immer wieder heimsucht. Über 600 Menschen starben seit dem Ausbruch der Epidemie in Westafrika, die Weltgesundheitsorganisation rief inzwischen den internationalen Gesundheitsnotstand aus. Was macht Ebola so gefährlich und welche Gefahr droht uns in Deutschland? Wir beantworten Euch die wichtigsten Fragen zum tödlichen Virus.

Was ist Ebola?

Ebola, oder um es genauer zu sagen das Ebolafieber, ist eine Infektionskrankheit, die durch den Ebola-Virus hervorgerufen wird. Das Ebola-Virus wird durch Blut und andere Körperflüssigkeiten wie z.B. Sperma übertragen. Auch eine Übertragung von Tier zu Mensch, z.B. durch den Verzehr von Affen- oder Antilopenfleisch, ist möglich. Anders als bei der Grippe wird Ebola jedoch nicht über die Luft übertragen. Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung mit dem Virus bis zum Auftreten erster Symptome der Krankheit, liegt zwischen 2 und 21 Tagen. Während der Inkubationszeit verteilen sich die Viren durch den Blutkreislauf im gesamten Körper.

Was sind Symptome bei Ebola?

Eine Ebola-Erkrankung ist schwer zu erkennen, denn die Symptome ähneln der einer Grippe: hohes Fieber (>38,5°), Schüttelforst, Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit. Die Betroffenen leiden zudem an Durchfall und Erbrechen und im späteren Krankheitsverlauf kommt es zu inneren Blutungen. Im Endstadium der Krankheit kommt es zu einem Versagen von Leber und Nieren, viele Patienten sterben an einem Herz-Kreislaufversagen. 50-90% aller Infizierten sterben.

Seit wann gibt es das Ebola Virus?

Das Ebola Virus wurde 1976 zum ersten Mal von Wissenschaftlern in Zaire (heute Demokratische Republik Kongo) entdeckt. Der Erreger wurde nach dem kongolesischen Fluss Ebola benannt, in dessen Nähe es zum ersten allgemein bekannten Ausbruch kam. Seit der Entdeckung des Virus kam es zu ca. 15 Epidemien, bei denen ca. 1300 Menschen starben.

Wie kommt es zu einer Epidemie?

Viele Länder in West-Afrika sind sehr arm. Kriege und Unruhen haben zur Folge, dass Menschen aufgrund von Nahrungsknappheit tiefer in die Wälder zum Jagen vordringen. So steigt das Risiko mit infiziertem Wild in Kontakt zu kommen. Kommt es zu einem Ebola-Ausbruch, fehlt es häufig an medizinischem Equipment, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Außerdem fehlt es in vielen westafrikanischen Ländern an funktionierenden Überwachungsmechanismen der Behörden. Krankheiten wie Ebola werden deshalb häufig auch als Armutskrankheiten bezeichnet. Trotz der großen Armut sind die Transportwege dieser Region gut ausgebaut und werden von der Bevölkerung viel genutzt. Dies begünstigt die Ausbreitung der Krankheit.

Warum ist die Bekämpfung der Krankheit so schwer?

Die betroffenen Regionen in Westafrika sind vor allem Guine, Sierra Leone und Liberia. Anfang August folgte auch Nigeria. (orange: bestätigte Ebola Fälle, grau: Ebola Verdachtsfälle) Quelle: CDC, Stand: 7. August 2014

Die betroffenen Regionen in Westafrika sind vor allem Guine, Sierra Leone und Liberia. Anfang August folgte auch Nigeria. (orange: bestätigte Ebola Fälle, grau: Ebola Verdachtsfälle)
Quelle: CDC, Stand: 7. August 2014

Neben der großen Mobilität der Bevölkerung ist der besonders stark ausgeprägte Totenkult in Westafrika eine der Hauptursachen für die starke Ausbreitung der Krankheit. Es ist üblich die Toten zu berühren, zu küssen und zu waschen. Doch gerade die toten Körper sind hochgradig ansteckend. So kommt es zu immer neuen Infektionen.
Ein weiteres Problem ist das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber den Hilfsorganisationen. Viele Menschen verstecken ihre kranken Angehörigen vor den Ärzten, die in angsteinflößenden Ganzkörperschutzanzügen auftreten. Sie suchen lieber Rat und Hilfe bei traditionellen Heilern. Bei vielen Menschen fehlt das Wissen, um die Ansteckungsgefahr mit der mysteriösen Seuche richtig einschätzen zu können. Deshalb ist vor allem eine umfassende Aufklärung über die Krankheit notwendig.

Sind wir in Deutschland in Gefahr?

Nein, die Gefahr sich in Deutschland mit Ebola anzustecken ist so gut wie ausgeschlossen. Natürlich gibt es Menschen, die in Westafrika arbeiten oder Urlaub machen und dann nach Deutschland reisen. Doch in Deutschland haben wir ein sehr gutes Gesundheitssystem und eine professionelle Versorgung. Sollte in Deutschland ein Ebola Verdachtsfall auftreten, würde der Patient sofort isoliert werden. Eine Epidemie könnte gar nicht erst entstehen. Die Möglichkeit sich gegen Ebola zu impfen besteht nicht. Um eine Ansteckung mit Ebola zu vermeiden ist es natürlich ratsam Reisen in die betroffenen Länder zu vermeiden.

Wie lange wird die Epidemie in Afrika noch dauern?

Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ rechnet damit, dass die Zahl der Infektionen in den nächsten Wochen noch zunehmen wird und das die Epidemie durchaus noch bis zu sechs Monate andauern kann. Eine Ebola-Epidemie wird offiziell erst nach 42 Tagen ohne neue bestätigte Infektionen als beendet angesehen.

Wie kann ich helfen?

Auch wenn für uns kaum eine Gefahr von Ebola ausgeht, so ist es dennoch wichtig, den betroffenen Menschen in Afrika zu helfen. Dies kann man am besten durch eine Spende für eine Hilfsorganisation wie das ‚Rote Kreuz‘ oder ‚Ärzte ohne Grenzen‘ leisten.

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