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Heute ist Murmeltiertag – schon wieder!

Heute ist der 2. Februar, Murmeltiertag! Und so wird Bill Deely, Präsident des Murmeltiervereins im kleinen Örtchens Punxsutawney, kurz nach Sonnenaufgang wieder in Frack und Zylinder gekleidet zur Tat schreiten. Unter Jubelrufen wird er das verschlafene Murmeltier Phil ans Tageslicht zerren. Raus aus dem Bau. Sieht Phil dann seinen Schatten und zieht sich erschrocken zurück, müssen sich die Menschen auf sechs Wochen mehr Winter einstellen. Erblickt er aber keinen Schatten, weil der Himmel bewölkt ist, dann liegt Frühling in der Luft – und die Freude ist groß.

Der oben beschriebene Brauch und das dazugehörige Murmeltier kennt seit dem Hollywoodfilm “Und täglich grüßt das Murmeltier” fast jeder. Tausende Menschen pilgern Jahr für Jahr in das kleine Städtchen im Bundesstaat Pennsylvania seit der Schauspieler Bill Murray 1993 im Kino ein und denselben Tag wieder und wieder durchmachen musste. Was die wenigsten von ihnen wissen: Der Murmeltiertag hat eigentlich seinen Ursprung in Deutschland. So heißt es in einer westfälischen Bauernregel „Wenn der Dachs zu Maria Lichtmeßen, mittags zwischen 11 und 12 Uhr seinen Schatten sieht, so muß er noch vier Wochen in seinem Baue bleiben.“

Inzwischen ist der Murmeltiertag allerdings in die Kritik geraten. Tierschützer kritisieren, dass das Murmeltier aus seinem Winterschlaf gerissen und der stressigen Tortur allein zur Bespaßung der Menschen ausgesetzt werde. Aber was heißt hier Bespaßung, schließlich gibt es doch eine genaue Wettervorhersage! Nein, auch das ist falsch. Das US National Climatic Data Center gibt an, dass nur 39% aller Vorhersagen seit 1887 zutreffend seien.

Also halten wir es doch wie Bill Murray im Film:

“Das ist erbärmlich, Leute. Cirka tausend oder mehr Menschen frieren wie die Blöden und warten auf die Anbetung einer Ratte! Welch ein Quatsch. Dabei hat der Murmeltier-Tag hier wirklich mal was bedeutet. Man hat den Nager rausgezogen und ihn verspachtelt!”

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