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Im Internat – Lernen wie bei Harry Potter?

Viele Schüler, lange Flure, riesiger Speisesaal und Harry-Potter-Feeling inklusive: Internate sind oftmals eine besondere Alternative zu öffentlichen Schulen. Doch sind Internate wirklich so, wie man sie zum Beispiel von Harry Potter oder Hanni und Nanni kennt und sind die üblichen Klischees wirklich wahr? Das und mehr erfahrt ihr nun, denn ich werde euch jetzt von meiner Erfahrung im englischen Internat berichten.

Wir fangen mal chronologisch an und beginnen somit mit der Ankunft im Internat. Nach der langen Reise mit Auto, Flugzeug und Taxi war ich schon sehr müde als ich abends in der noch fremden Umgebung ankam. Die Sherborne International School liegt in der Kleinstadt Sherborne, in der Grafschaft Dorset in Südengland. Dort wurde ich jedoch herzlich von den Mitgliedern des Internats begrüßt und mir wurde direkt mein Zimmer gezeigt, welches ich zu meinem Erstaunen ganz für mich allein hatte und mir stolz präsentiert wurde. Danach packte ich meine Sachen aus und ging schlafen. Soweit, so unspannend.

Wir fangen mal chronologisch an und beginnen somit mit der Ankunft im Internat. Nach der langen Reise mit Auto, Flugzeug und Taxi war ich schon sehr müde als ich abends in der noch fremden Umgebung ankam. Die Sherborne Internation School liegt in der Kleinstadt Sherborne, in der Grafschaft Dorset in Südengland. Dort wurde ich jedoch herzlich von den Mitgliedern des Internats begrüßt und mir wurde direkt mein Zimmer gezeigt, welches ich zu meinem Erstaunen ganz für mich allein hatte und mir stolz präsentiert wurde. Danach packte ich meine Sachen aus und ging schlafen. Soweit, so unspannend.

Das “boarding house”: Keine riesige Burg, wie man sich es oft vorstellt, aber gemütlich und modern.

Der nächste Tag wurde deutlich interessanter, da ich die zwei anderen Mitglieder meines Kurses kennenlernte und wir die ersten Stunden zusammen hatten. An diesem Punkt kann man sagen, dass die Klassen in Internaten meist sehr klein sind (8-10 Leute), da der Kurs jedoch nicht im normalen Schuljahr war, sondern in den Osterferien hatte das zu Folge, dass noch weniger Leute in einer Kurs sind als in der Klassen im sogenannten Hauptterm. In der ersten Woche befand ich mich mit zwei anderen im Kurs, in der zweiten Woche waren wir zu fünft. Auch wenn das anfangs ungewohnt sein kann, gewöhnt man sich schnell daran und es geht trotzdem immer ziemlich laut in den Stunden zu. Die Lehrer dort waren alle sehr nett und haben versucht einem das Gute des jeweiligen Fachs zu zeigen, zum Beispiel bin ich nicht unbedingt die Beste in Mathe und finde auch nichts, was mir daran Spaß bereiten könnte, jedoch hat mich meine Mathelehrerin im Internat von etwas anderem überzeugt, sodass ich mich sogar auf die Mathestunden freute! Interessant waren außerdem die Fächer, die wir in Deutschland nicht haben, wie Business oder Theatre, an denen ich besonders großen Spaß hatte. Die Unterrichtsstunden fanden von 9:10 Uhr bis 15.30 Uhr statt, jedoch liegen dazwischen noch die für England typische Tea Time und das Mittagessen.

Die kleine Stadt Sherborne, die man nach ca. 5 Minuten Laufdistanz auffindet und dort seine freie Zeit verbringen kann.

Nach dem Unterricht geht es dann mit Aktivitäten, wie Fußball, Schwimmen, Basketball oder Fitnessstudio weiter, von denen man sich aussucht, welche man machen will. Nach den sportlichen Aktivitäten hat man außerdem noch die Möglichkeit in die Stadt zu gehen. Jedoch muss man darauf achten, dass man pünktlich um 17:45 Uhr wieder da ist, um zu Abend zu essen.

Danach hat man dann erst einmal ca. 15 Minuten Freizeit, um Kraft für das “House meeting” und “Prep” zu sammeln. Das House meeting geht meistens nur fünf Minuten bis zu einer Viertelstunde, weil dort allgemeine Probleme angesprochen werden oder der folgende Tag geplant wird, falls etwas Besonderes anliegt. Prep ist da schon anstrengender, da man sich in der Zeit von ca. zwei Stunden auf den Unterricht vorbereitet, lernt oder Hausaufgaben macht, aber immer die Mitarbeiter des Internats um Hilfe fragen kann, wenn man etwas nicht versteht.

Der Stundenplan im Internat.

Hat man das dann geschafft, ist es meist schon acht Uhr und man hat Freizeit bis zehn Uhr, bis dann beim “lights out” Ruhe einkehrt und man meist nur noch leise Stimmen von den Nebenzimmern hört oder ab und zu Menschen den Flur auf und ab laufen. Insgesamt kann man aber sagen, dass sich die meisten Klischees, wie sehr strenge Lehrer und riesige Gebäude nicht bewahrheitet haben, da nach meiner Erfahrung Internate letztendlich doch lockerer sind, als man sich es oft vorstellt, auch wenn es natürlich einen strukturierten Tagesablauf gibt. Außerdem sind die Leute, die ein Internat besuchen auch “ganz normale” Schüler, die sich nicht unbedingt von Schülern in öffentlichen Schulen unterscheiden. Ich glaube, dass der größte Unterschied zwischen einer öffentlichen Schule und einem Internat einfach nur das Verhältnis zu den Mitmenschen, wie Lehrern, anderen Schülern und allgemein den Mitarbeitern des Internats anders ist, da man mit diesen Menschen zusammenlebt und sie sozusagen eine große internationale Familie bilden.

Bericht und Fotos: Mina Barg

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