Pages Navigation Menu

Neues Jahr – neues Glück?

Das Jahr neigt sich mal wieder dem Ende zu und das neue steht schon vor der Tür. Dies ist der Zeitpunkt, an dem sich viele Menschen dazu entscheiden, etwas anders machen zu wollen oder endlich richtig durchzustarten: Mit dem Rauchen aufhören, mehr für die Schule lernen oder sich gesünder ernähren. Aber sind wir mal ehrlich: Wie viele dieser Vorsätze verwirft man nicht schon in den ersten Wochen des neuen Jahres? Woran das liegt und was sinnvolle Vorsätze für 2021 sein könnten, lest ihr hier.

Wieso nehmen wir uns zu Beginn eines neuen Jahres etwas vor?

Menschen sind zum Großteil von Hoffnungen gesteuerte Wesen, was dazu führt, dass wir den Jahreswechsel mit einer Art möglichen Neuanfang in Verbindung setzen. Der Gedanke des „Neuanfangs” gibt uns das Gefühl, etwas hinter uns lassen zu können, z.B. schlechte Erlebnisse und Gewohnheiten des vergangenen Jahres, von denen es 2020 ja leider (ungewollt) ziemlich viele gab. So kommt es mit dem Wunsch nach Veränderung oder Verbesserungen dazu, dass wir uns Dinge, die wir oder die andere als positiv empfinden, als Vorsatz für das neue Jahr vornehmen. Häufig spielt auch die ständige Erwartung der Gesellschaft, sich bessern wollen zu müssen, eine große Rolle bei diesem Aspekt.

Doch gerade nach einem Jahr wie 2020, das wahrscheinlich jedem von uns so einiges abverlangt hat, sollten wir vielleicht den Fokus von ständiger Optimierung auf etwas anderes lenken. Wie zum Beispiel das zu schätzen und zu erhalten, was wir haben oder an unserem mentalen Zustand zu arbeiten, dem viel abverlangt wurde.

Wie kommt es dazu, dass Vorsätze so schnell verworfen werden? Und wie kann man dagegen vorgehen?

Was auch immer der neue oder auch alte Vorsatz vom vorherigen Jahresbeginn ist, sie haben wahrscheinlich alle etwas gemeinsam:

  • Vorsätze sind keine Ziele! Vorsätze, die man sich macht, sind meist sehr unverbindlich, was dazu führt, dass sie ohne schlechtes Gewissen leicht verworfen werden können. Sprich: Hinter den Vorsätzen steckt kein richtiger Wille und kein klar umrissenes Ziel. Deshalb sollte man sich fragen „Was möchte ich wirklich?“ und „Will ich das wirklich?“ Und aus der daraus resultierenden Antwort kann der Vorsatz überdacht und ein wahrhaftiges Ziel umformuliert werden, hinter dem dann auch ein Wille steht. Sobald ein Ziel gesetzt wurde, ist die Wahrscheinlichkeit dieses anzusteuern, bis es auch erreicht wurde, sehr viel höher.
  • Wenn Ziele gesetzt werden, ist es wichtig zu beachten, dass diese auch realistisch sind, ansonsten kann es schnell zu Frustrationen führen, die dann eventuell sogar gegenteilige Effekte haben. Man sollte auch wenn es schwierig wird, nicht frühzeitig aufgeben und zu hart zu sich selbst sein, denn das bringt einen alles andere als weiter. Man kann sein Ziel in mehrere Meilensteine aufteilen und sich selbst belohnen, wenn sie erreicht werden, so schafft man sich einen Weg, um an seinem Ziel festzuhalten und nicht frühzeitig aufzugeben.
  • Eine weitere Ursache, die Grund fürs Scheitern sein kann, ist, dass man sich zu wenig Gedanken gemacht hat. Das Ziel sollte klar formuliert sein, da es wichtig ist zu überlegen und zu planen, wie man diese erreicht. Ein Beispiel dafür: Man möchte Geld sparen und mehr Sport machen. Wie viel Geld soll gespart werden? Und wie viel ist „mehr Sport“? Wenn diese Ziele konkretisiert werden, könnte es heißen „Ich will bis Jahresende 1000,-€ eingespart haben.“ Und „Ich will mich vier mal die Woche sportlich betätigen .“ Nun geht es darum sich Gedanken zu machen, wie man diese Ziele erreichen kann. Hier Fragestellungen, die dabei helfen können (am besten ist es sich all das zu notieren, damit man es vor Augen hat und nicht in Vergessenheit gerät): Wie kann ich mein Ziel in meinen Alltag integrieren? Was muss ich dafür tun? Wie viel Zeit nehme ich mir täglich/wöchentlich dafür? Was motiviert mich?, Wie kann ich mich belohnen?…
    Die Antworten für das vorher genannte Beispiel könnten sein, dass man, wenn 1000€ gespart werden sollen, pro Woche ungefähr 20€ beiseite gelegt werden müssen. Und damit man das Geld auch wirklich nicht für etwas ausgibt, sich eine Spardose anschafft, die sich nicht öffnen lässt. Um sich sportlich zu betätigen, kann man nach einer Workout Routine suchen, die einem Spaß macht und für den Anfang nicht zu anstrengend ist. Auch sehr hilfreich: Nach Leuten Ausschau halten, die dasselbe Ziel verfolgen. Auf diese Weise kann man sich gegenseitig motivieren.
Hier mal eine kleine Auswahl an guten Vorsätzen, die man sich für das neue Jahr vornehmen könnte. (Bild von anncapictures auf Pixabay)
  • Zu guter Letzt: Positiv bleiben. Es ist absolut nicht schlimm zu scheitern. Man hat das ganze Jahr über, eigentlich in jeder Minute des Jahres, die Möglichkeit sich dazu zu entscheiden etwas anders zu machen oder sich zu ändern. Das Schicksal ist nicht mit dem Neujahrstag verknüpft. Gerade in kommenden Zeiten, die so ungewiss und für viele schwer durchzustehen sind, ist es wichtig, sich nicht unter Druck zu setzen und einen klaren Kopf zu bewahren. Wir alle wissen wahrscheinlich, wie schwer es ist, sich von schlechten Verhaltensweisen zu trennen.

Deshalb hier einige Ziele und gute Gewohnheiten, die man sich für 2021 aneignen kann:

  • Achtsamer und stressfreier leben. Hierbei können regelmäßige Meditationen helfen oder das Führen eines Freudentagebuchs. Nehmt euch 10 Minuten am Tag Zeit um auszuschalten und nur darauf zu achten, wie ihr euch fühlt und fokussiert euch auf die schönen Dinge des Lebens. Ebenfalls ist es hilfreich, dass man sich von Nachrichten oder Menschen, die einen permanent stressen, abschottet oder trennt.
  • Nachhaltiger leben: Nicht nur unsere Ressourcen, sondern auch die unseres Planeten sind momentan mehr als nur ausgereizt. Einfache Dinge, die man dafür tun kann, sind zum Beispiel beim Einkaufen keine Plastiktüten mehr zu verwenden (generell Plastik meiden), saisonale und regionale Produkte zu kaufen, seinen Fleischkonsum zu reduzieren, den ÖPNV zu nutzen oder zu Ökostrom zu wechseln. Dies sind nur wenige von vielen Sachen, die man schnell und einfach tun kann.
  • Last but not least: Nächstenliebe. Mag sich vielleicht etwas absurd anhören, jedoch wird es niemanden schaden, sich freundlich und rücksichtsvoll zu verhalten und insbesondere die, die zu diesen Zeiten  auf Hilfe angewiesen sind, durch angebotene Hilfe, Spenden oder ein paar liebe Worte zu unterstützen.

Die Redaktion von laurentinews.de wünscht euch einen gesunden und guten Rutsch ins neue Jahr!

Text und Recherche: Emely Buchsmann

Titelbild: Bild von iXimus auf Pixabay

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.